Willkommen bei der LBV-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach

Junge Studenten werben für den LBV

Jäger, Wildlebensraumberater und LBV gemeinsam Hand in Hand

 

Am Samstag den 24.03. trafen sich Jungjäger, die örtliche Jägergruppe, der Wildlebensraumberater des AELF, Personen aus der näheren Umgebung, sowie Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz auf einem Grundstück des LBV bei Kainsricht in der Gemeinde Gebenbach. 

 

Ihr  gemeinsames Ziel war es, der Natur und der Artenvielfalt auf dem LBV Grundstück Starthilfe und einen kräftigen Anschub zu geben. Die Wiese selbst war etwas eintönig und wies nur wenige Strukturen auf. Daher reifte gemeinsam der Gedanke die Wiese für die Natur und die Artenvielfalt attraktiver zu gestalten und mit Strukturen aufzuwerten. 

 

Auch die Landwirte vor Ort unterstützten die Maßnahme bereitwillig, bei der Feststellung der Grundstücksgrenzen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Finanziell gefördert und beratend zur Seite stand die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes, die sehr an der Realisierung und Aufwertung interessiert ist.

 

Gemeinsam wurden zwei Hecken mit zusammen etwa 130 Meter Länge und mehrere Obstbäume gepflanzt. Die Hecke besteht aus heimischen Gehölzen wie Pfaffenhütchen, Wildrose und schwarzem Holunder,  die vielen Vögeln und Insekten Nahrung und Lebensraum bieten wird, wenn die Hecke in wenigen Jahren aufgewachsen ist. 

 

Auch das Niederwild, wie der Feldhase, wird hier geeignete Lebensräume vorfinden. Die Pflanzen konnten aus der Region über die Landschafts- und Gartenbaufirma Lobinger bezogen werden, die die Arbeiten fachkundig anleitende und ausführte.

 

Neben der Hecke wurden noch flache Mulden als Laichgewässer für Amphibien angelegt. Sobald es die Witterung zulässt, werden weitere lebensraumverbessernde Maßnahmen für Reptilien vorgesehen. Sie bestehen aus Sandhaufen, Totholz in Form von Wurzelstöcken und Steinhaufen und bieten den Reptilien, wie der selten gewordenen Zauneidechse, Nahrung und Unterschlupf.

 

Hand in Hand arbeiteten die Akteure der Jäger, der Wildlebensraumberaters des AELF und die Mitglieder des LBV zusammen, um gemeinsam an den Maßnahmen zu arbeiten. Sehr erfolgreich, wie es scheint. 

Höchste Vielfalt auf kleinem Raum

Wird vom LBV Amberg-Sulzbach gepflegt: Die Grubenfelder Leonie (F.: N. Neuhaus)
Wird vom LBV Amberg-Sulzbach gepflegt: Die Grubenfelder Leonie (F.: N. Neuhaus)

Die LBV-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach pflegt ein Vielzahl von Flächen. Die Bekannteste dürfte wohl die Grubenfelder Leonie in der Nördlichen Frankenalb sein. Diese Fläche war bis Mitte der 1980er Jahre Abbaustätte für Eisenerz. Durch den Bergbau "Unter Tage" kam es zu Erdabsenkungen und Einstürzen. Das instabile Gebiet wurde gesperrt, woraufhin sich die Grubenfelder zu einem ungestörten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickeln konnten. Das Gebiet setzt sich aus einem Mosaik unterschiedlichster Lebensräume zusammen. Neben Acker- und Wiesenbrachen liegen Pioniergehölze, Magerrasen, Misch- und Nadelwälder, ein Bachlauf und mehrere Quellen. Die wassergefüllten Einsturztrichter sind für einige gefährdete Amphibien- und Libellenarten von hoher Bedeutung.

Beweidung mit Heckrindern hält die Fläche offen

Spielen eine wichtige Rolle: Heckenrinder (F.: N. Neuhaus)
Spielen eine wichtige Rolle: Heckenrinder (F.: N. Neuhaus)

Ohne Eingriffe würde sich das Glände im Lauf der Zeit wieder bewalden. Die vielen seltenen Arten, die es in der Leonie gibt, sind jedoch auf freie Flächen ohne Gehölze angewiesen. Daher wird das Gebiet seit dem Jahr 2000 ganzjährig durch Heckrinder beweidet. Heckrinder sind rückgezüchtete Auerochsen, einer zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert in Europa ausgestorbenen Wildrindart.
Die Tiere sind sehr robust und benötigen keinerlei menschlicher Hilfe. Sie verbeißen die Gehölze und erhalten somit das Lebensraummosaik. 2006 haben sie Unterstützung durch Exmoore-Ponys bekommen. Dadurch werden die offen Bereiche gleichmäßiger genutzt. Der überwiegende Teil der Grubenfelder ist im Besitz des LBV. Die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach kümmert sich um die Flächen und bietet Führungen durch das Naturschutzgebiet an.


Alle Flächen der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach

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